Fettstoffwechsel versus Fatburnertraining

Viele Menschen, die trainieren, tun dies um dabei etwas Fett und somit Gewicht zu verlieren, was ein gutes Ziel sein kann. Dafür machen sie dann das berühmte Fettstoffwechseltraining, dass geprägt ist durch recht lange Ausdauertrainingseinheiten mit wenig Intensität.

Grundlegend ist das auch eine gute Strategie, denn so kann unser Körper tatsächlich effektiv Fette als Energieträger nutzen, dennoch gibt es einen kleinen Irrtum, der sich hartnäckig hält.

Eines ist klar – das Fettstoffwechseltraining mit den benannten langen und ruhigen Trainingseinheiten ist ein guter Weg zum Wunschgewicht, solang wir auch auf die Ernährung achten. Aber warum denn nicht doch mal richtig auspowern und die Glückshormone sprudeln lassen?

Dazu ist zu wissen, dass ein „Fatburnertraining“ – das Training um die Fettzellen zum Schmelzen zu bringen, nicht das Gleiche ist wie ein Fettstoffwechseltraining.

Das Prinzip mag gleich sein, aber die Ziele sind hierbei verschieden. Mit dem Ausdruck Fettverbrennung ist ja grundsätzlich nur gemeint, dass unser Körper die Energie für die Bewegung vorwiegend aus Fett gewinnt.

So dient ein Training im Fettstoffwechselbereich nicht primär der kurzfristigen Gewichtsreduktion, sondern der Verbesserung deiner Langzeitausdauer. Der Körper soll einfach lernen, effektiv Fette als Energiequelle zu nutzen.

Auspowern für zwischendurch 

Wenn es um die Waage geht, sollen aber die Fettzellen langfristig verschwinden und damit das Gewicht weniger werden. Hierfür geht es aber vielmehr um den Kalorienverbrauch, also dass wir weniger Kalorien zuführen, als wir verbrauchen. Nur so baut unser Körper langfristig Gewicht und Fett ab.

Nun ist ein Fettstoffwechseltraining aber nicht sehr intensiv und es werden je Stunde Training nicht so viele Kalorien verbraucht wie bei einem intensiven Training, bei dem wir uns auspowern.

Daher macht es schon Sinn regelmäßig auch intensiveren Sport zu betreiben, bei dem wir so richtig ins Schwitzen kommen. Natürlich verbrennt unser Körper innerhalb dieser Einheiten erstmal zum größeren Teil Kohlenhydrate, aber durch die negative Energiebilanz schmelzen dann im Nachhinein eben doch die Fettzellen. Dabei ist aber eines wichtig. Bitte nicht direkt nach dem Sport mit einer Heißhungerattacke wieder mehr essen als gerade abtrainiert wurde!

In diesem Zusammenhang ist vor allem die richtige Trainingsdauer von großer Bedeutung: Insgesamt maximal 30 bis 45 Minuten reichen aus, sonst meldet sich nach dem Training das Hungergefühl, da die Kohlenhydratspeicher leer sind. Dem Heißhunger dann zu widerstehen, ist extrem schwer. Mit anderen Worten: Negative Energiebilanz ade!

Also besser kurz und knackig und dann den Nachbrenneffekt wirken lassen.

Das perfekte Fatburnertraining

Perfekt für das effektive „Fatburnertraining“ ist das sogenannte Intervalltraining. Diese Einheiten sind maximal 45min lang und gekennzeichnet durch einen regelmäßigen Wechsel zwischen geringer Belastung und kurzen hochintensiven Phasen. Beispielsweise wenn wir beim Laufen uns 10min einlaufen und dann 5-6mal eine Minute Sprinten und dazwischen drei Minuten locker laufen.

So verbrennst du deutlich mehr Kalorien als beim ruhigen Fettstoffwechseltraining und die Kilo´s purzeln. Genauso verlieren wir so langfristig die Fettpölsterchen.

Das Fazit:
Wer ein paar Kilo an Gewicht verlieren möchte, benötigt ein effektives Fettabbautraining und muss im leichten Kaloriendefizit sein. Nur so kann Fett nachhaltig abgebaut werden. Das reine Fettstoffwechseltraining ist vorrangig für die Verbesserung der Langzeitausdauer gedacht. Natürlich profitieren wir auch davon, da die Leistungsfähigkeit steigt.

Es ist eben alles eine Frage des persönlichen Zieles.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.